DIE PERSONALIEN
Zum Kärntner Derby konnte Head Coach Janne Hukka nahezu auf den kompletten Kader zurückgreifen. Lediglich Albert Nagy fehlte weiterhin leicht angeschlagen. Im Tor startete Maximilian Obereder, Clemens Meixner nahm als Backup auf der Bank Platz. Zudem feierte Neuzugang Arttu Sorri sein Debüt im Trikot der Rotjacken.
DAS SPIEL
Das Kärntner Derby hielt von Beginn an, was es versprach. Beide Teams agierten mit hoher Intensität, doch über weite Strecken der Partie waren es die Rotjacken, die mehr Spielanteile, mehr Abschlüsse und insgesamt die reifere Spielanlage zeigten. Bereits früh brachte Neuzugang Arttu Sorri den KAC in Führung, ehe der VSV das Spiel mit einem Doppelschlag kurzzeitig drehte. Die Klagenfurter blieben jedoch tonangebend, erspielten sich Chance um Chance und setzten den Gegner konstant unter Druck – einzig die mangelhafte Chancenverwertung verhinderte eine klarere Führung. Im zweiten Abschnitt belohnten sich die Rotjacken zunächst für ihren Aufwand: Treffer von Christoph Platzer, Pascual Fina und erneut Sorri sorgten für eine verdiente 4:2-Führung. Dennoch blieb die Partie offen, da der VSV seine wenigen Möglichkeiten konsequent nutzte und den Anschluss wiederherstellte. Luca Wurmitzer stellte noch vor der zweiten Pause auf 5:3, ehe die Gäste erneut verkürzten. Im Schlussdrittel setzte sich das Bild fort: Der KAC bestimmte das Spiel, ließ defensiv wenig zu und erspielte sich weitere hochkarätige Chancen – verpasste es jedoch, den Sack zuzumachen. In dieser Phase wuchs VSV-Goalie Timmo Taurer erstmals an diesem Abend über sich hinaus und bewahrte sein Team mit mehreren starken Paraden vor dem nächsten Gegentreffer. Stattdessen gelang den Gästen zunächst der Ausgleich und schließlich der Führungstreffer zum 6:5. Die Schlussminuten verliefen hochdramatisch: Der KAC warf noch einmal alles nach vorne und kam bei 6-gegen-4-Überzahl tatsächlich zum vermeintlichen Ausgleich. Der Treffer fiel jedoch rund eine halbe Sekunde nach der Schlusssirene und wurde vom bayerischen Schiedsrichterduo umgehend aberkannt. So endete ein Derby, in dem die Rotjacken über weite Strecken die bessere Mannschaft waren, mit einer extrem bitteren Niederlage.
FAZIT & AUSBLICK
Eine schmerzhafte Niederlage in einem Spiel, in dem für die Rotjacken deutlich mehr möglich gewesen wäre. Trotz spielerischer Überlegenheit und starker Offensivphasen fehlte am Ende die letzte Konsequenz in den entscheidenden Momenten. Durch die Derby-Niederlage verpasst der KAC Floorball nicht nur die direkte Qualifikation für das Halbfinale der österreichischen Staatsmeisterschaft und muss damit in die Pre-Playoffs, sondern verpasst auch endgültig die Qualifikation fürs IFL Final Four. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt jedoch nicht: Bereits am kommenden Wochenende wartet ein schweres Doppel-Auswärtsprogramm in Ungarn – am Samstag (17.01., 18:40 Uhr) gegen die IBK Cartoon Heroes und am Sonntag (18.01., 11:30 Uhr) gegen Phoenix Fireball.
LINEUP KAC FLOORBALL
Obereder (Meixner)
Apold – Lekas, Roth – Gappmayer, Beuthe – Münch; F. Grabner
Flaschberger – Pernu – Sorri, Wurmitzer – T. Grabner – Mörtl, Deisinger – Fina – Platzer; Lesnjak, Toschkov
